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Sport ist wert(e)voll

Sport ist wert(e)voll


Mit dem Motto „Sport ist wert(e)voll“ will der VSS alle am Sport beteiligten Personen, Kinder, Jugendliche , Eltern, Funktionäre, Trainer und Betreuer ansprechen, um die große Bedeutung des Sports für eine gute Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hervorzuheben. Mit dem Jahresmotto „Fair Play“ wollten wir insbesondere an die Eltern und an die Trainern appellieren, die individuelle Leistung der Kinder und Jugendlichen anzuerkennen, also fair gegenüber ihren Kindern bzw. „Schützlingen“ zu sein, weil Sport und Bewegung, sinnvoll ausgeübt, so wertvoll ist.

 

Das Tätigkeitsjahr 2016 wollen wir unter das neue Motto „Sport ist wert(e)voll“ stellen, um noch deutlicher den hohen Stellenwert des Sport in unserer Gesellschaft zu begründen. Wir wollen mit dem Motto zwei Dinge vermitteln. Einmal dass der Sport zahlreiche positive Werte zu vermitteln vermag, also „wertevoll“ ist. Zum anderen besitzt Sport auch gerade deshalb einen großen Stellenwert und ist „wertvoll“, weil er gerade in einer stark individualisierten Gesellschaft Werte wie Respekt, Toleranz, Teamfähigkeit, Zusammenhalt, Leistungsbereit-schaft und die Fähigkeit mit Niederlagen und Siegen umgehen zu können, besonders eindringlich transportieren kann.

 

Siehe auch: "Wert(e)volle Hilfe für Attat"


VSS-Obmann Günther Andergassen im Interview

Mit dem Motto „Fair Play“ wollte der VSS in den vergangenen zwei Jahren Eltern, Trainer, Betreuer und Funktionäre dafür gewinnen, die individuelle Leistung der jungen Menschen anzuerkennen, sie mit Rücksicht auf ihr persönliches Entwicklungspotential zu fördern, ihnen die Leidenschaft für und die Freude am Sport zu vermitteln. 2016 steht nun im Zeichen von „Sport ist wert(e)voll, verrät VSS-Obmann Günther Andergassen im Interview.

VSS-Obmann Günther Andergassen

Herr Andergassen, das VSS-Jahresmotto für 2016 lautet „Sport ist wert(e)voll“. Wie dürfen wir das verstehen?

Günther Andergassen: Damit bekräftigen wir zum einen die „Botschaft“, die wir mit dem Jahresmotto 2014/2015 verbunden haben, und zum anderen wollen wir deutlich machen, warum wir möglichst viele Menschen, vor allem möglichst viele Kinder und Jugendliche für den Sport und die Bewegung begeistern und ihnen den Weg zum Sport ebnen und die Freude an der Bewegung nachhaltig vermitteln wollen.

 

Warum ist Sport aus Ihrer Sicht wertvoll?

Andergassen: Sport ist wertvoll, weil er die ganzheitliche Entwicklung der jungen Menschen fördert. Ganzheitlich meint die physische (Gesundheit/Fitness), die kognitive (Aufmerksamkeit/schulische Leistung), die motorische (Reaktionsfähigkeit), die psychische (Lebensfreude/Selbstwertgefühl) und die soziale (Sozialkompetenz/Verantwortung) Entwicklung. Die genannten Stichworte sind nur einige Effekte von Bewegung und Sport auf die kindliche Entwicklung. Und sie treffen nicht nur auf junge Menschen zu. Gesundheit, Konzentrationsfähigkeit, Wohlbefinden und die Stärkung sozialer Beziehungen sind Wirkungen von Bewegung gleich welchen Alters sportlich aktive Menschen sind. Hinzu kommt die enorme Integrationskraft des Sports. Sport integriert Jung und Alt, Menschen aus allen sozialen Schichten, auch Menschen, die in unser Land kommen, um eine neue Heimat zu finden. Sport schafft Gemeinschaft, stärkt den Zusammenhalt.

 

Und wertevoll?

Andergassen: Sport ist wertevoll, weil Sport im weitesten Sinne als Erlebnisfeld praktischer Ethik verstanden und erlebt werden kann. Wenngleich manche Entwicklungen im Sport eine Veränderung oder gar einen Verlust an sozialethischen Werten des Sports befürchten lassen. Wertevorstellungen der Ethik, Toleranz, Ehrlichkeit und Fairness haben es in einer Gesellschaft zunehmend schwer, die geprägt ist von Profit und dessen Steigerung. Gerade deshalb ist es notwendig, an den Werten wie Toleranz, Respekt, Fairness, Ehrlichkeit, Teamgeist, die der Sport zu vermitteln vermag, festzuhalten und sie bewusst zu machen.

"Jeder Trainer ist auch ein Pädagoge."

Welchen Stellenwert nehmen hier Trainer und Betreuer ein?

Andergassen: Auf die Erziehung kommt es an, denn der Sport kann nur so gut sein, wie die Menschen, die ihn ausüben, mehr noch, wie die, die als Betreuer und Trainer tätig sind: „Werte haben Köpfe, die Werte tragen“. Nicht nur Erfolg und Leistung, sondern eben auch Fairness und Toleranz müssen sich grundsätzlich lohnen. Dies macht deutlich, dass Trainer und Betreuer eine besondere Bedeutung im Prozess der Persönlichkeitsbildung der von ihnen betreuten Personen haben. „Jeder Trainer ist auch Pädagoge, auch wenn er das nicht immer wahrhaben möchte“, sagt etwa der Sportwissenschaftler Dietrich Kurz. Und er stellt weiter fest, dass Trainer für viele Jugendliche als Bezugsperson unmittelbar nach den Eltern rangieren, weit vor anderen Familienmitglieder und Lehrern. Das ist Verantwortung und Chance zugleich.


Wie können wir alle einen möglichst wert(e)vollen Sport ermöglichen?

Andergassen: Verband, Sportvereine, Eltern, Trainer und Funktionäre müssen daran interessiert sein, dass junge Menschen nach dem Ende ihrer sportlichen Laufbahn gern an diese Zeit zurückdenken. Sie zeigen unserer Gesellschaft, dass ein Engagement im Sport für das ganze Leben ein Gewinn sein kann. Umso mehr wollen wir einen Sport, der Werte wie Fairness, Toleranz, Ehrlichkeit, Teamgeist, Respekt, Verantwortung, Verlässlichkeit vermittelt, die für das praktische Leben und Handeln der einzelnen und das Funktionieren einer Gesellschaft Grundlage sind. Werte halten zusammen, verbinden, sind Maßstab für ein lebenswertes Miteinander. Werte sind der Kompass unseres Handelns. Gelingt dies im Sport, dann ist er wertevoll und wertvoll in einem.

 

Ein Auftrag auch an die Vereine.

Andergassen: Sportvereine und dessen Akteure nehmen auf diese Weise über den Sport hinaus gesellschaftliche Verantwortung wahr und verdienen sich dafür öffentliche Wertschätzung und Anerkennung. Sie brauchen aber Unterstützung und gute Rahmenbedingungen, die motivieren. Wir sind uns aber auch bewusst, dass es genug Gründe gibt, darüber zu reflektieren, ob der Sport, die Sportvereine und seine Akteure diesem Anspruch tatsächlich gerecht werden. Beides wünschen wir uns für das Neue Jahr und verbinden damit unsere besten Wünsche für ein gelingendes, erfolgreiches Jahr 2016 unter dem Motto „Sport ist wert(e)voll“!


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Sport ist wert(e)voll


Mit dem Motto „Sport ist wert(e)voll“ will der VSS alle am Sport beteiligten Personen, Kinder, Jugendliche , Eltern, Funktionäre, Trainer und Betreuer ansprechen, um die große Bedeutung des Sports für eine gute Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hervorzuheben. Mit dem Jahresmotto „Fair Play“ wollten wir insbesondere an die Eltern und an die Trainern appellieren, die individuelle Leistung der Kinder und Jugendlichen anzuerkennen, also fair gegenüber ihren Kindern bzw. „Schützlingen“ zu sein, weil Sport und Bewegung, sinnvoll ausgeübt, so wertvoll ist.

 

Das Tätigkeitsjahr 2016 wollen wir unter das neue Motto „Sport ist wert(e)voll“ stellen, um noch deutlicher den hohen Stellenwert des Sport in unserer Gesellschaft zu begründen. Wir wollen mit dem Motto zwei Dinge vermitteln. Einmal dass der Sport zahlreiche positive Werte zu vermitteln vermag, also „wertevoll“ ist. Zum anderen besitzt Sport auch gerade deshalb einen großen Stellenwert und ist „wertvoll“, weil er gerade in einer stark individualisierten Gesellschaft Werte wie Respekt, Toleranz, Teamfähigkeit, Zusammenhalt, Leistungsbereit-schaft und die Fähigkeit mit Niederlagen und Siegen umgehen zu können, besonders eindringlich transportieren kann.

 

Siehe auch: "Wert(e)volle Hilfe für Attat"


VSS-Obmann Günther Andergassen im Interview

Mit dem Motto „Fair Play“ wollte der VSS in den vergangenen zwei Jahren Eltern, Trainer, Betreuer und Funktionäre dafür gewinnen, die individuelle Leistung der jungen Menschen anzuerkennen, sie mit Rücksicht auf ihr persönliches Entwicklungspotential zu fördern, ihnen die Leidenschaft für und die Freude am Sport zu vermitteln. 2016 steht nun im Zeichen von „Sport ist wert(e)voll, verrät VSS-Obmann Günther Andergassen im Interview.

VSS-Obmann Günther Andergassen

Herr Andergassen, das VSS-Jahresmotto für 2016 lautet „Sport ist wert(e)voll“. Wie dürfen wir das verstehen?

Günther Andergassen: Damit bekräftigen wir zum einen die „Botschaft“, die wir mit dem Jahresmotto 2014/2015 verbunden haben, und zum anderen wollen wir deutlich machen, warum wir möglichst viele Menschen, vor allem möglichst viele Kinder und Jugendliche für den Sport und die Bewegung begeistern und ihnen den Weg zum Sport ebnen und die Freude an der Bewegung nachhaltig vermitteln wollen.

 

Warum ist Sport aus Ihrer Sicht wertvoll?

Andergassen: Sport ist wertvoll, weil er die ganzheitliche Entwicklung der jungen Menschen fördert. Ganzheitlich meint die physische (Gesundheit/Fitness), die kognitive (Aufmerksamkeit/schulische Leistung), die motorische (Reaktionsfähigkeit), die psychische (Lebensfreude/Selbstwertgefühl) und die soziale (Sozialkompetenz/Verantwortung) Entwicklung. Die genannten Stichworte sind nur einige Effekte von Bewegung und Sport auf die kindliche Entwicklung. Und sie treffen nicht nur auf junge Menschen zu. Gesundheit, Konzentrationsfähigkeit, Wohlbefinden und die Stärkung sozialer Beziehungen sind Wirkungen von Bewegung gleich welchen Alters sportlich aktive Menschen sind. Hinzu kommt die enorme Integrationskraft des Sports. Sport integriert Jung und Alt, Menschen aus allen sozialen Schichten, auch Menschen, die in unser Land kommen, um eine neue Heimat zu finden. Sport schafft Gemeinschaft, stärkt den Zusammenhalt.

 

Und wertevoll?

Andergassen: Sport ist wertevoll, weil Sport im weitesten Sinne als Erlebnisfeld praktischer Ethik verstanden und erlebt werden kann. Wenngleich manche Entwicklungen im Sport eine Veränderung oder gar einen Verlust an sozialethischen Werten des Sports befürchten lassen. Wertevorstellungen der Ethik, Toleranz, Ehrlichkeit und Fairness haben es in einer Gesellschaft zunehmend schwer, die geprägt ist von Profit und dessen Steigerung. Gerade deshalb ist es notwendig, an den Werten wie Toleranz, Respekt, Fairness, Ehrlichkeit, Teamgeist, die der Sport zu vermitteln vermag, festzuhalten und sie bewusst zu machen.

"Jeder Trainer ist auch ein Pädagoge."

Welchen Stellenwert nehmen hier Trainer und Betreuer ein?

Andergassen: Auf die Erziehung kommt es an, denn der Sport kann nur so gut sein, wie die Menschen, die ihn ausüben, mehr noch, wie die, die als Betreuer und Trainer tätig sind: „Werte haben Köpfe, die Werte tragen“. Nicht nur Erfolg und Leistung, sondern eben auch Fairness und Toleranz müssen sich grundsätzlich lohnen. Dies macht deutlich, dass Trainer und Betreuer eine besondere Bedeutung im Prozess der Persönlichkeitsbildung der von ihnen betreuten Personen haben. „Jeder Trainer ist auch Pädagoge, auch wenn er das nicht immer wahrhaben möchte“, sagt etwa der Sportwissenschaftler Dietrich Kurz. Und er stellt weiter fest, dass Trainer für viele Jugendliche als Bezugsperson unmittelbar nach den Eltern rangieren, weit vor anderen Familienmitglieder und Lehrern. Das ist Verantwortung und Chance zugleich.


Wie können wir alle einen möglichst wert(e)vollen Sport ermöglichen?

Andergassen: Verband, Sportvereine, Eltern, Trainer und Funktionäre müssen daran interessiert sein, dass junge Menschen nach dem Ende ihrer sportlichen Laufbahn gern an diese Zeit zurückdenken. Sie zeigen unserer Gesellschaft, dass ein Engagement im Sport für das ganze Leben ein Gewinn sein kann. Umso mehr wollen wir einen Sport, der Werte wie Fairness, Toleranz, Ehrlichkeit, Teamgeist, Respekt, Verantwortung, Verlässlichkeit vermittelt, die für das praktische Leben und Handeln der einzelnen und das Funktionieren einer Gesellschaft Grundlage sind. Werte halten zusammen, verbinden, sind Maßstab für ein lebenswertes Miteinander. Werte sind der Kompass unseres Handelns. Gelingt dies im Sport, dann ist er wertevoll und wertvoll in einem.

 

Ein Auftrag auch an die Vereine.

Andergassen: Sportvereine und dessen Akteure nehmen auf diese Weise über den Sport hinaus gesellschaftliche Verantwortung wahr und verdienen sich dafür öffentliche Wertschätzung und Anerkennung. Sie brauchen aber Unterstützung und gute Rahmenbedingungen, die motivieren. Wir sind uns aber auch bewusst, dass es genug Gründe gibt, darüber zu reflektieren, ob der Sport, die Sportvereine und seine Akteure diesem Anspruch tatsächlich gerecht werden. Beides wünschen wir uns für das Neue Jahr und verbinden damit unsere besten Wünsche für ein gelingendes, erfolgreiches Jahr 2016 unter dem Motto „Sport ist wert(e)voll“!


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