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Sport und Gesundheit
Sportärztliche Untersuchung

Sportmedizinische Untersuchung

Mit Inkrafttreten des sog. Balduzzi-Dekrets, das unter anderem eine Defibrillatoren-Pflicht für Vereine vorsieht, gab es einige Unruhe, weil darin auch Änderungen bei den sportmedizinischen Untersuchungen verbunden waren. Diese Änderungen wurden mit dem sogenannten Decreto del Fare Nr. 69 vom 9. August (Veröffentlichung in der Gazzetta Ufficiale vom 20.08.2013) aber wieder aufgehoben.

Damit bleibt im Bereich der sportmedizinischen Untersuchungen alles so, wie es auch schon in den Jahren zuvor war. Dies bedeutet, dass Sportler ab einem vom jeweiligen Fachsportverband festgelegten Alter eine gesetzlich verpflichtende sportärztliche Visite absolvieren müssen, sofern sie eine Sportart wettkampfmäßig (Meisterschaften, Turniere, etc.) betreiben. Jene unterhalb der festgelegten Altersgrenze müssen wie bisher die sogenannte Tauglichkeitsuntersuchung beim Kinder- oder Vertrauensarzt durchführen.

 

Sportärztliche Visite – zwei Typen

Grundsätzlich wird zwischen zwei Typen von Sportvisiten unterschieden, jene für Sportarten mit hoher Herz-Kreislauf-Belastung (Typ B) und jene mit geringer Herz-Kreislauf-Belastung (Typ A). Zu letzterer Kategorie gehören beispielsweise Schach, Fischen, Motorsportarten aber auch Golf und Sportschießen.

Die Untersuchung des Typs A umfasst eine ärztliche Visite, den Urinbefund und ein Ruhe-EKG. Nur zehn Prozent der sportärztlichen Visiten in Südtirol betreffen diesen Typus.

Bei den Untersuchungen des Typs B kommen noch ein Belastungs-EKG, eine Spirometrie (Lungenfunktionsprobe) sowie immer häufiger auch ein Ergometertest auf dem Fahrrad hinzu. Dazu gibt es je nach Sportart spezifische Untersuchungen wie z.B. einen Hörtest beim Schießsport.

 

Wer darf die sportmedizinische Visite durchführen?

Die sportärztliche Visite in Südtirol darf von Sportärzten, die im nationalen Register eingetragen sind, durchgeführt werden. Außerdem dürfen diese Visiten nur in den von der Provinz Südtirol akkreditierten Strukturen durchgeführt werden. Konkret bedeutet dies, dass die sportärztlichen Visiten aktuell nur im öffentlichen Dienst – Sportmedizin Bozen, Brixen, Bruneck – sowie in den aktuell akkreditierten Kliniken/Ambulatorien St. Anna (Meran), Dolomiti Sportclinic (St. Ulrich) und Ambulatorium Dr. Coscia (Hotel Bad Moos/Sexten), Familysalus (Bozen) und Easylab Trentino Alto Adige (Bozen) durchgeführt werden dürfen.  Visiten und Zeugnisse, die von privaten Sportärzten in Südtirol durchgeführt und ausgestellt werden, die nicht in den oben genannten akkreditierten Kliniken/Ambulatorien arbeiten, sind auch weiterhin ungültig. Auch Sportärzte, die in das nationale Register eingetragen sind und außerhalb der Provinz Bozen tätig sind, dürfen in Südtirol keine sportmedizinische Untersuchung durchführen. Wohl aber können die Sportler selbst die Untersuchung in einer anderen italienischen Provinz durchführen lassen.

 

Tauglichkeitsbescheinigung

Sportler, welche die vom Fachsportverband vorgeschriebene Altersgrenze (z.B. 12 Jahre für Fußballer) noch nicht erreicht haben und somit laut Fachsportverband die Sportart nicht wettkampfmäßig ausüben, müssen eine sogenannte Tauglichkeitsbescheinigung vorweisen. Diese kann entweder vom Kinderarzt oder vom jeweiligen Vertrauensarzt durchgeführt werden. Untersuchungen beim Kinderarzt (sofern es sich nicht um einen Privatarzt handelt) werden kostenlos durchgeführt. Mit dem Ministerialdekret vom 18. Oktober 2014 wurde zusätzlich ein verpflichtendes, einmaliges Ruhe-EKG für die Tauglichkeitsuntersuchung vorgeschrieben.

Ausnahmen gelten z.B. für die Teilnahme an Schnupperkursen, oder an Veranstaltungen mit Freizeit- und Erholungscharakter. Hier sieht das Landesgesetz vom 13. Jänner 1992, Nr. 1, Art. 21, Abs. 1/bis folgendes vor: „Für die Ausübung von motorischen Tätigkeiten mit Freizeit- und Erholungscharakter ist keinerlei ärztliche Bescheinigung erforderlich.“ Den Freizeit- und Erholungscharakter verliert eine Veranstaltung, wenn in deren Rahmen Wettkämpfe (z.B. Abschlussrennen beim Skikurs) stattfinden – in diesem Fall wird wiederum eine sogenannte Tauglichkeitsbescheinigung benötigt.

 

Alle relevanten Formulare und Dokumente finden Sie unter Downloads

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Sportmedizinische Untersuchung

Mit Inkrafttreten des sog. Balduzzi-Dekrets, das unter anderem eine Defibrillatoren-Pflicht für Vereine vorsieht, gab es einige Unruhe, weil darin auch Änderungen bei den sportmedizinischen Untersuchungen verbunden waren. Diese Änderungen wurden mit dem sogenannten Decreto del Fare Nr. 69 vom 9. August (Veröffentlichung in der Gazzetta Ufficiale vom 20.08.2013) aber wieder aufgehoben.

Damit bleibt im Bereich der sportmedizinischen Untersuchungen alles so, wie es auch schon in den Jahren zuvor war. Dies bedeutet, dass Sportler ab einem vom jeweiligen Fachsportverband festgelegten Alter eine gesetzlich verpflichtende sportärztliche Visite absolvieren müssen, sofern sie eine Sportart wettkampfmäßig (Meisterschaften, Turniere, etc.) betreiben. Jene unterhalb der festgelegten Altersgrenze müssen wie bisher die sogenannte Tauglichkeitsuntersuchung beim Kinder- oder Vertrauensarzt durchführen.

 

Sportärztliche Visite – zwei Typen

Grundsätzlich wird zwischen zwei Typen von Sportvisiten unterschieden, jene für Sportarten mit hoher Herz-Kreislauf-Belastung (Typ B) und jene mit geringer Herz-Kreislauf-Belastung (Typ A). Zu letzterer Kategorie gehören beispielsweise Schach, Fischen, Motorsportarten aber auch Golf und Sportschießen.

Die Untersuchung des Typs A umfasst eine ärztliche Visite, den Urinbefund und ein Ruhe-EKG. Nur zehn Prozent der sportärztlichen Visiten in Südtirol betreffen diesen Typus.

Bei den Untersuchungen des Typs B kommen noch ein Belastungs-EKG, eine Spirometrie (Lungenfunktionsprobe) sowie immer häufiger auch ein Ergometertest auf dem Fahrrad hinzu. Dazu gibt es je nach Sportart spezifische Untersuchungen wie z.B. einen Hörtest beim Schießsport.

 

Wer darf die sportmedizinische Visite durchführen?

Die sportärztliche Visite in Südtirol darf von Sportärzten, die im nationalen Register eingetragen sind, durchgeführt werden. Außerdem dürfen diese Visiten nur in den von der Provinz Südtirol akkreditierten Strukturen durchgeführt werden. Konkret bedeutet dies, dass die sportärztlichen Visiten aktuell nur im öffentlichen Dienst – Sportmedizin Bozen, Brixen, Bruneck – sowie in den aktuell akkreditierten Kliniken/Ambulatorien St. Anna (Meran), Dolomiti Sportclinic (St. Ulrich) und Ambulatorium Dr. Coscia (Hotel Bad Moos/Sexten), Familysalus (Bozen) und Easylab Trentino Alto Adige (Bozen) durchgeführt werden dürfen.  Visiten und Zeugnisse, die von privaten Sportärzten in Südtirol durchgeführt und ausgestellt werden, die nicht in den oben genannten akkreditierten Kliniken/Ambulatorien arbeiten, sind auch weiterhin ungültig. Auch Sportärzte, die in das nationale Register eingetragen sind und außerhalb der Provinz Bozen tätig sind, dürfen in Südtirol keine sportmedizinische Untersuchung durchführen. Wohl aber können die Sportler selbst die Untersuchung in einer anderen italienischen Provinz durchführen lassen.

 

Tauglichkeitsbescheinigung

Sportler, welche die vom Fachsportverband vorgeschriebene Altersgrenze (z.B. 12 Jahre für Fußballer) noch nicht erreicht haben und somit laut Fachsportverband die Sportart nicht wettkampfmäßig ausüben, müssen eine sogenannte Tauglichkeitsbescheinigung vorweisen. Diese kann entweder vom Kinderarzt oder vom jeweiligen Vertrauensarzt durchgeführt werden. Untersuchungen beim Kinderarzt (sofern es sich nicht um einen Privatarzt handelt) werden kostenlos durchgeführt. Mit dem Ministerialdekret vom 18. Oktober 2014 wurde zusätzlich ein verpflichtendes, einmaliges Ruhe-EKG für die Tauglichkeitsuntersuchung vorgeschrieben.

Ausnahmen gelten z.B. für die Teilnahme an Schnupperkursen, oder an Veranstaltungen mit Freizeit- und Erholungscharakter. Hier sieht das Landesgesetz vom 13. Jänner 1992, Nr. 1, Art. 21, Abs. 1/bis folgendes vor: „Für die Ausübung von motorischen Tätigkeiten mit Freizeit- und Erholungscharakter ist keinerlei ärztliche Bescheinigung erforderlich.“ Den Freizeit- und Erholungscharakter verliert eine Veranstaltung, wenn in deren Rahmen Wettkämpfe (z.B. Abschlussrennen beim Skikurs) stattfinden – in diesem Fall wird wiederum eine sogenannte Tauglichkeitsbescheinigung benötigt.

 

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Verband der Sportvereine Südtirols - Brennerstraße 9 - 39100 Bozen - Tel. 0471 974 378 - Str.-Nr. 80022790218