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„Hatte das große Glück mit fußballverrückten Kollegen zusammenarbeiten zu dürfen“
06.09.2016

„Hatte das große Glück mit fußballverrückten Kollegen zusammenarbeiten zu dürfen“

Insgesamt 13 Jahre stand Michl Walcher dem VSS-Referat Fußball als Referent vor. Vor der Saison 2016/2017 übergab der Eppaner sein Amt an Andreas Unterkircher. In unserem Interview lässt Walcher die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren.

VSS: Michl, zunächst einmal herzlichen Dank für deine hervorragende Arbeit als VSS-Fußballreferent in den vergangenen Jahren! Worauf bist du besonders stolz, wenn du auf die letzten 13 Jahre zurückschaust?

Michl Walcher: Ich hatte das große Glück, in einem tollen Team mit fußballverrückten Kollegen im Referatsausschuss zusammenarbeiten zu dürfen. Und gemeinsam haben wir viel erreicht: wie z.B. der Ausbau aller Jugendmeisterschaften, die komplette Integration der verschiedenen Freizeitmeisterschaften in den VSS, die Organisation von diversen Trainerschulungen, der Aufbau der Förderzentren gemeinsam mit dem FC Südtirol u.ä. Ein jährliches Highlight sind die Bezirksabschlüsse mit den Kleinsten sowie die Jugend- und Freizeitendspiele. Und nicht zu vergessen auch die Ausrichtung und Organisation von Mini-EM bzw. Mini-WM.

 

VSS: Als du 2003 das VSS-Fußballreferat übernommen hast, nahmen rund 210 Mannschaften an den Jugend-Fußballmeisterschaften teil. Danach stieg die Zahl der gemeldeten Teams immer weiter an. An der VSS/Raiffeisen Jugendfußballmeisterschaft 2016/2017 spielen insgesamt 448 Jugendmannschaften mit. Worauf führst du diesen unglaublichen Erfolg zurück?

Walcher: Wir haben immer versucht, die verschiedenen  Meisterschaften den Bedürfnissen der Vereine anzupassen und diese dann auch so einfach wie möglich zu organisieren.  Die Vorgaben sind einfach und klar definiert und immer mit den Vereinen abgesprochen. Die Meisterschaften laufen fast immer problemlos ab; alle Spiele – von ganz groß bis ganz klein – werden trotz größter Anstrengungen immer von VSS-Schiedsrichtern geleitet. Dank unserer Struktur mit den Bezirksleitern haben die Vereine in jedem Bezirk einen direkten Ansprechpartner und sind so fast rund um die Uhr erreichbar. Auch mit den Mitarbeitern  der VSS-Geschäftsstelle ist für die Vereine die Zusammenarbeit in der Abwicklung der bürokratischen Abläufe sehr einfach und äußerst effizient.
Dass die Vereine das VSS-Angebot so gut annehmen und mit stets ansteigenden Anmeldungen honorieren, freut den Referatsausschuss umso mehr.

 

VSS: Du warst ja nicht nur VSS-Fußballreferent, sondern bist immer noch Schiedsrichter im VSS und Präsident des AFC Eppan, kennst den Fußball also gleich aus mehreren Facetten. Wo steht deiner Meinung nach aktuell der Fußball in Südtirol – speziell im Jugendbereich – im Vergleich zu Beginn deiner Amtszeit als VSS-Referent?

Walcher: In den letzten Jahren haben die Südtiroler Vereine tolle Arbeit geleistet. Überall wird mittlerweile eine konsequente Jugendarbeit abgeliefert, ganz egal ob der Verein in der Stadt, auf dem Land oder im Tal angesiedelt ist. Dies hat dann auch zwangsläufig zu einer Anhebung des Niveaus geführt, die Fußballer werden – sei es im körperlichen, sei es im technischen Bereich – viel besser ausgebildet als noch im Vergleich zu vor ein paar Jahren. So konnten auch Rückstände im Vergleich zu anderen Provinzen/Regionen zum Teil aufgeholt werden. Mit dem FC Südtirol ist ein Verein eine feste Größe in der Lega Pro (und schielt Richtung Serie B); mit Virtus Bozen ist nun ein zweiter Verein in der Serie D angekommen. In der Oberliga kommen 10 von 16 Vereinen aus unserer Provinz – alles logische Folgen aus der Entwicklung der letzten Jahre.  Trotzdem wird der Südtiroler Fußball als nördlichste Provinz Italiens immer einen schweren Stand haben; zum einen erschweren die Witterungsverhältnisse (langer Winter) oft die Jugendarbeit; zum anderen müssen Vereine, die über die Oberliga hinaus kommen wollen, schon über erhebliche finanzielle und organisatorische Ressourcen verfügen, um so eine Meisterschaft stemmen zu können. Wir brauchen uns in Südtirol aber bestimmt nicht verstecken; das Hauptaugenmerk  in den nächsten Jahren muss aber auf jeden Fall auf eine weitere Intensivierung der Jugendarbeit gelegt werden – erste Schritte wie die konsequente Ausbildung der Jugendtrainer oder die VSS-Förderzentren gemeinsam mit dem FC Südtirol wurden ja bereits gesetzt.

 

VSS: Abschließend noch eine Frage zur Faszination des Fußballs. Worin liegt dieser für dich? Warum sollten Südtirols Jugendliche auch in Zukunft dem runden Leder nachjagen?

Walcher: Fußball ist einfach die Sportart Nummer eins, und dies in jeglicher Hinsicht: vom Medieninteresse, von den Zuschauermassen, von der Anzahl der Spieler, von der Anzahl der Sportstätten, und und und …. Und Fußball ist auch eine der einfachsten Sportarten der Welt. Es braucht eigentlich nur einen Ball, und dann kann schon gespielt werden: auf dem Sportplatz, auf den Hinterhöfen, auf der Wiese, auf der Straße, am Strand … und in fast jeder Altersklasse. In Südtirol gibt es kaum ein Dorf ohne eigenen Fußballverein, die Fußballbegeisterung in unserem Land ist riesig – sei es bei den Spielern, sei es bei den Vereinsverantwortlichen, sei es bei den Fans – Fußball ist bei uns in Südtirol immer ein Thema ! Und deshalb natürlich auch für jedes Kind von Interesse und dank des großen Angebotes auch sehr leicht auszuüben.

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06.09.2016

„Hatte das große Glück mit fußballverrückten Kollegen zusammenarbeiten zu dürfen“

Insgesamt 13 Jahre stand Michl Walcher dem VSS-Referat Fußball als Referent vor. Vor der Saison 2016/2017 übergab der Eppaner sein Amt an Andreas Unterkircher. In unserem Interview lässt Walcher die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren.

VSS: Michl, zunächst einmal herzlichen Dank für deine hervorragende Arbeit als VSS-Fußballreferent in den vergangenen Jahren! Worauf bist du besonders stolz, wenn du auf die letzten 13 Jahre zurückschaust?

Michl Walcher: Ich hatte das große Glück, in einem tollen Team mit fußballverrückten Kollegen im Referatsausschuss zusammenarbeiten zu dürfen. Und gemeinsam haben wir viel erreicht: wie z.B. der Ausbau aller Jugendmeisterschaften, die komplette Integration der verschiedenen Freizeitmeisterschaften in den VSS, die Organisation von diversen Trainerschulungen, der Aufbau der Förderzentren gemeinsam mit dem FC Südtirol u.ä. Ein jährliches Highlight sind die Bezirksabschlüsse mit den Kleinsten sowie die Jugend- und Freizeitendspiele. Und nicht zu vergessen auch die Ausrichtung und Organisation von Mini-EM bzw. Mini-WM.

 

VSS: Als du 2003 das VSS-Fußballreferat übernommen hast, nahmen rund 210 Mannschaften an den Jugend-Fußballmeisterschaften teil. Danach stieg die Zahl der gemeldeten Teams immer weiter an. An der VSS/Raiffeisen Jugendfußballmeisterschaft 2016/2017 spielen insgesamt 448 Jugendmannschaften mit. Worauf führst du diesen unglaublichen Erfolg zurück?

Walcher: Wir haben immer versucht, die verschiedenen  Meisterschaften den Bedürfnissen der Vereine anzupassen und diese dann auch so einfach wie möglich zu organisieren.  Die Vorgaben sind einfach und klar definiert und immer mit den Vereinen abgesprochen. Die Meisterschaften laufen fast immer problemlos ab; alle Spiele – von ganz groß bis ganz klein – werden trotz größter Anstrengungen immer von VSS-Schiedsrichtern geleitet. Dank unserer Struktur mit den Bezirksleitern haben die Vereine in jedem Bezirk einen direkten Ansprechpartner und sind so fast rund um die Uhr erreichbar. Auch mit den Mitarbeitern  der VSS-Geschäftsstelle ist für die Vereine die Zusammenarbeit in der Abwicklung der bürokratischen Abläufe sehr einfach und äußerst effizient.
Dass die Vereine das VSS-Angebot so gut annehmen und mit stets ansteigenden Anmeldungen honorieren, freut den Referatsausschuss umso mehr.

 

VSS: Du warst ja nicht nur VSS-Fußballreferent, sondern bist immer noch Schiedsrichter im VSS und Präsident des AFC Eppan, kennst den Fußball also gleich aus mehreren Facetten. Wo steht deiner Meinung nach aktuell der Fußball in Südtirol – speziell im Jugendbereich – im Vergleich zu Beginn deiner Amtszeit als VSS-Referent?

Walcher: In den letzten Jahren haben die Südtiroler Vereine tolle Arbeit geleistet. Überall wird mittlerweile eine konsequente Jugendarbeit abgeliefert, ganz egal ob der Verein in der Stadt, auf dem Land oder im Tal angesiedelt ist. Dies hat dann auch zwangsläufig zu einer Anhebung des Niveaus geführt, die Fußballer werden – sei es im körperlichen, sei es im technischen Bereich – viel besser ausgebildet als noch im Vergleich zu vor ein paar Jahren. So konnten auch Rückstände im Vergleich zu anderen Provinzen/Regionen zum Teil aufgeholt werden. Mit dem FC Südtirol ist ein Verein eine feste Größe in der Lega Pro (und schielt Richtung Serie B); mit Virtus Bozen ist nun ein zweiter Verein in der Serie D angekommen. In der Oberliga kommen 10 von 16 Vereinen aus unserer Provinz – alles logische Folgen aus der Entwicklung der letzten Jahre.  Trotzdem wird der Südtiroler Fußball als nördlichste Provinz Italiens immer einen schweren Stand haben; zum einen erschweren die Witterungsverhältnisse (langer Winter) oft die Jugendarbeit; zum anderen müssen Vereine, die über die Oberliga hinaus kommen wollen, schon über erhebliche finanzielle und organisatorische Ressourcen verfügen, um so eine Meisterschaft stemmen zu können. Wir brauchen uns in Südtirol aber bestimmt nicht verstecken; das Hauptaugenmerk  in den nächsten Jahren muss aber auf jeden Fall auf eine weitere Intensivierung der Jugendarbeit gelegt werden – erste Schritte wie die konsequente Ausbildung der Jugendtrainer oder die VSS-Förderzentren gemeinsam mit dem FC Südtirol wurden ja bereits gesetzt.

 

VSS: Abschließend noch eine Frage zur Faszination des Fußballs. Worin liegt dieser für dich? Warum sollten Südtirols Jugendliche auch in Zukunft dem runden Leder nachjagen?

Walcher: Fußball ist einfach die Sportart Nummer eins, und dies in jeglicher Hinsicht: vom Medieninteresse, von den Zuschauermassen, von der Anzahl der Spieler, von der Anzahl der Sportstätten, und und und …. Und Fußball ist auch eine der einfachsten Sportarten der Welt. Es braucht eigentlich nur einen Ball, und dann kann schon gespielt werden: auf dem Sportplatz, auf den Hinterhöfen, auf der Wiese, auf der Straße, am Strand … und in fast jeder Altersklasse. In Südtirol gibt es kaum ein Dorf ohne eigenen Fußballverein, die Fußballbegeisterung in unserem Land ist riesig – sei es bei den Spielern, sei es bei den Vereinsverantwortlichen, sei es bei den Fans – Fußball ist bei uns in Südtirol immer ein Thema ! Und deshalb natürlich auch für jedes Kind von Interesse und dank des großen Angebotes auch sehr leicht auszuüben.

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